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Enterprise Scrum

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Fazit aus Speech von @JeffSutherland über Einsatz von #StoryPoints oder #Stunden in @Scrum

Noch immer erlebe ich oft Diskussionen ob Stories mittels den abstrakten #StoryPoints oder aber mittels den etwas greifbareren Stunden geschätzt werden sollen. Eine kurze Zusammenfassung der Speech von @JeffSutherland am @Scrum Master Certification Course vom 26. April 13 in Zürich.

Aus menschlicher Sicht scheint die Aufwandschätzung in Stunden nachvollziehbarer und vorderhand einfacher. Die Studie von Microsoft aus dem Jahre 2012 hat aber einen wesentlichen Mangel bei Aufwandschätzungen anhand von Stunden ausgemacht. Diese konnte nachweisen, dass im Gegensatz zur Schätzung via StoryPoints die Aufwandschätzung mittels Stunden eine massiv höhere Standardabweichung aufweist im Verhältnis zum Detaillierungsgrad der Anforderungen. D.h. eine Schätzung mittels StoryPoints bleibt sich mit zunehmender Verdichtung der Anforderung in etwa gleich. Dies ist insbesondere auch für die Kunden essentiell, da nicht immer nachgebessert werden muss.
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Vorausschätzung hierfür ist jeweils, eine gewisse Kontinuität im Team und natürlich eine gemeinsame Referenzschätzung (Vergleiche auch Artikel Distributed Scrum 1 -  Planning Poker).
Interessant fand ich, dass gemäss Erhebungen von ScrumAlliance  mittels StoryPoints ca. 48x effizienter geschätzt wird. Zudem ist aus psychologischen Sicht auch ein Vorteil, wenn sich die Teammitglieder mit jeder abgeschlossenen StoryPunkte gewinnen, anstelle Stunden abarbeiten zu müssen.
Why should you still use estimations in hours if by story points it's 50 times faster and much more accurate?
Jeff Sutherland, co-inventor of SCRUM, Zurich 26.4.13
Nun gilt es die Kunden, als auch das interne Management zu überzeugen auf StoryPoints zu wechseln (Vergleiche auch Artikel Scrum – Ein umdenken im Sales Prozess). Ich kann dies jedem Scrum Team nur empfehlen.
Mehr Details siehe auch im Artikel von Jeff Story Points: Why are they better than hours?

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Distributed Scrum 1 - Planning Poker in virtuellen Teams

Bei verteilten Scrum Teams bzw. einem #DistributedScrum oder #ScrumOfScrum kam schnell die Frage auf wie ein #PlanningPoker durchgeführt werden kann?-Wie so oft war für uns die Einfachste die Beste Lösung.
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Das Wichtigste im Planning Poker, auch um Beeinflussungen zu verhindern, ist das zeitgleiche Schätzen. Bei verteilten Teams gestaltet sich dies schwierig. Wir hatten zuerst Tools recherchiert, u.a.:
  • Jira Plugins, siehe https://marketplace.atlassian.com/search?q=planning+poker
  • Webtools, bspw. http://www.planningpoker.com
  • Apps, u.a. https://play.google.com/store/apps/details?id=com.pxr.planningpoker
Doch was uns aufgrund der Einfachheit überzeugt hat, bzw. sich bewährt hat, ist das Schätzen via Google Spreadsheet. Hierfür hatten wir ein Sheet wie folgt aufgesetzt (bitte kopiert dieses, falls ihr es nutzen wollt):
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Dabei ist das Vorgehen analog zu normalem Planning Poker. Zuerst wird die Story vorgestellt, hierfür wird im Spreadsheet die entsprechende ID eingetragen. Dann tragen alle ihre persönliche Schätzung ein und auf Kommando wird gemeinsam mit ENTER quittiert. Über farbliche Formatierung lassen sich noch analoge Schätzungen visualisieren und sofort sind die minimalen bzw. maximalen Schätzungen ersichtlich. Die dann wie gewohnt im Team besprochen werden.

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Scrum - Ein umdenken im Sales Prozess 3, Kooperationsmodell "Money for nothing"

Bei Vertragsverhandlungen bezüglich Buchung eines Scrum Teams hatte @JeffSutherland @Scrum Master Certification Course Zurich einen etwas radikaleren Ansatz, wie Scrum verkauft werden könnte, vorgestellt. Gemäss Jeff ist dies nur mit erfahrenen Scrum Teams eine Option.
Im Kooperationsmodell "Money for nothing" bucht der Kunde nicht bloss über einen definierten Zeitpunkt ein Scrum Team, sondern hat auch die Möglichkeit dieses bei Zielerreichung zu stoppen bzw. zurück zu geben. Konkret bucht der Kunde bspw. für 10 Sprints ein Scrum Team à 3 Personen. Daraus resultieren Fixkosten pro Sprint von beispielsweise CHF 100'000.- bzw. über CHF 1Mio. für 10 Sprints.
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Da der PO/Kunde die Umsetzung hinsichtlich Features mit höchstem Business Value steuert ist bspw. nach 5 Sprints 80% des Business Values erreicht und der Kunde entscheidet sich die Umsetzung zu stoppen. Der Kooperationsvertrag sieht nun vor, nicht die restlichen 5 Sprints à CH 100'000.-, sondern dem Lieferanten nur ein zu definierenden "Penalty" für den Arbeitsausfall bspw. 30% also CHF 150'000.- zu bezahlen.
Dieses Vorgehen kann in zeitlich beschränkten Projekten eine win-win Situation für Kunde und Lieferant sein. Da der Kunde weniger bezahlt als für alle 10 Sprints bezahlen würde aber eigentlich nicht mehr Funktionalität benötigt. Andererseits für den Lieferanten, der das Scrum Team stellt, der einen Teil des Umsatzausfalls vergütet kriegt.

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